Übersicht
Combat Commander: Mediterranean erweitert das preisgekrönte taktische Wargame Combat Commander: Europe um die Kriegsschauplätze Nordafrikas, Südeuropas und der frühen Kriegsjahre. Statt lediglich zusätzliche Szenarien zu liefern, führt die Erweiterung gleich drei neue Nationen ein: Großbritannien und das Commonwealth, Frankreich und die Alliierten Minderstaaten sowie Italien und die Achsen-Minderstaaten.
Jede Fraktion besitzt eigene Stärken, Schwächen und ein individuelles Kartendeck, das historische Eigenheiten auf elegante Weise widerspiegelt.
Wichtig: Combat Commander: Mediterranean ist kein eigenständiges Spiel und benötigt Combat Commander: Europe zum Spielen.
Thema: Den Zweiten Weltkrieg um neue Nationen und Szenarien erweitern
Spieler: 2 Spieler
Spielzeit: 60 -0180
Designer: Chad Jensen
Künstler: Lee Brimmicombe-Wood, Chad Jensen, Rodger B. MacGowan, Leland Myrick, Mark Simonitch
Verlag: GMT Games

Spielmechaniken im Überblick
Wer Combat Commander: Europe kennt, findet sich sofort zurecht. Die Grundmechaniken bleiben unverändert:
- Karten steuern Aktionen und Befehle
- Einheiten bewegen sich über Hexfelder
- Feuergefechte werden durch Karten und Würfel abgewickelt
- Ereignisse sorgen für überraschende Wendungen
- Moral und Führung spielen eine entscheidende Rolle
Der eigentliche Reiz liegt in den neuen Nationen.
Großbritannien & Commonwealth
Die britischen Truppen zeichnen sich durch hervorragende Schützen aus. Ihre Angriffe sind oft präziser und verlässlicher, dafür stehen meist weniger Schussmöglichkeiten zur Verfügung. Präzision statt Dauerfeuer lautet die Devise.
Frankreich & Alliierte Minderstaaten
Die französischen Streitkräfte verfügen über starke Kartenfähigkeiten und hochwertige Befehle. Allerdings schränkt eine geringe Kartenflexibilität die Möglichkeiten ein. Wer hier erfolgreich sein möchte, muss langfristig planen und seine Karten clever einsetzen.
Italien & Achsen-Minderstaaten
Die Italiener besitzen solide Truppen, leiden jedoch stärker unter Moralproblemen. Gebrochene Einheiten ergeben sich häufiger oder verlieren schneller ihre Kampfkraft. Das erzeugt interessante taktische Herausforderungen und zwingt den Spieler zu vorsichtigerem Vorgehen.
Zusätzlich erweitert der neue Zufallsszenario-Generator die Möglichkeiten erheblich. Dank neuer Karten, Nationen und Einsatzgebiete entstehen nahezu unendlich viele Gefechtssituationen.hrer gestapelt sind, als auch dazu, mehrere Aktivierungen mit einem einzigen Befehl zu ermöglichen.

Spielablauf
Der Kern von Combat Commander: Europe besteht aus einem dynamischen Aktivierungssystem durch Handkarten.
Jeder Spieler besitzt eine Kartenhand, mit der verschiedene Befehle ausgeführt werden können:
- Bewegung
- Feuerangriffe
- Nahkampf
- Artillerieeinsätze
- Rauchgranaten
- Rekrutierungen
- Spezialaktionen
Anstatt abwechselnd komplette Spielzüge durchzuführen, reagieren die Spieler ständig aufeinander. Wer eine Karte ausspielt, löst eine Aktion aus, worauf der Gegner sofort reagieren kann. Dadurch entsteht ein flüssiger Spielfluss mit hoher Interaktion.
Besonders spannend sind die sogenannten Ereignisse. Diese können jederzeit ausgelöst werden und sorgen für unvorhersehbare Situationen:
- Scharfschützen greifen ein
- Verstärkungen erscheinen
- Verwundete Soldaten werden geborgen
- Kommunikationsprobleme treten auf
- Helden entstehen mitten im Gefecht
Das Kampfsystem selbst funktioniert ohne klassische Kampftabellen. Stattdessen werden Karten gezogen und Würfelwürfe direkt mit den Einheitenwerten verglichen. Dadurch bleiben Gefechte schnell und übersichtlich.
Die Moral der Truppen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Selbst gut positionierte Soldaten können unter schwerem Beschuss zusammenbrechen oder sich zurückziehen. Wer seine Einheiten zu aggressiv einsetzt, erlebt schnell, dass heldenhafter Angriff und panische Flucht manchmal nur einen schlechten Würfelwurf voneinander entfernt liegen.
Szenarien besitzen unterschiedliche Siegbedingungen und sorgen für hohe Wiederspielbarkeit. Keine Partie verläuft wie die vorherige, da das Kartendeck ständig neue Situationen erzeugt.


Inhalt
In der Schachtel befindet sich alles, was man für intensive Gefechte benötigt:
- Doppelseitige Hexfeld-Spielpläne
- Zahlreiche Einheitenmarker für Deutsche, Amerikaner und Russen
- Waffen-, Führungs- und Statusmarker
- Ereignis- und Spielkarten
- Regelheft
- Szenarioheft
- Referenzhilfen für die Spieler
Die Marker sind hochwertig gestaltet und gut lesbar. Besonders die Karten stehen im Mittelpunkt des Spiels, da sie nicht nur Aktionen ermöglichen, sondern auch zahlreiche Ereignisse auslösen können. Die Karten übernehmen dabei gewissermaßen die Rolle eines unsichtbaren Spielleiters, der regelmäßig Chaos auf das Schlachtfeld wirft – ganz so, wie es im echten Gefecht häufig der Fall war.


Erweiterungen
Das Thema dieses dritten Battle Packs verlagert sich auf die Westfront im Juni, Juli und August 1944, als verschiedene alliierte Streitkräfte auf französischem Boden landeten, um gegen die deutschen Besatzungstruppen zu kämpfen.
Mehr sehenDas Thema dieses zweiten Battle Packs verlagert sich auf die Ostfront Ende 1942, wo deutsche und sowjetische Streitkräfte in und um die berühmte Stadt .
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Mehr sehenCombat Commander WWII Universum
Combat Commander: Europe/Med. 20th Anniversary Edition
Mit der Combat Commander: Europe/Med. 20th Anniversary Edition hat GMT Games die beiden Klassiker Combat Commander: Europe und Combat Commander: Mediterranean in einer einzigen Luxusausgabe vereint.
Zusätzlich enthält diese Jubiläumsedition das Material aus dem Minor Nations Battle Pack, wodurch sämtliche sechs Nationen des ursprünglichen Designs in einer Box verfügbar sind.
Die Edition erschien 2025 zum 20-jährigen Jubiläum der Serie.
Combat Commander: Europe/Med. 20th Anniversary Edition enthält alle Komponenten der Originalausgaben von CC:E und CC:M sowie zusätzliche Spielsteine für kleinere Staaten und aktualisierte Szenarioseiten, auf denen diese kleineren Staaten vorkommen.
Mehr sehenCombat Commander: Resistance! erweitert CC:Europe und CC: Mediterranean um Partisanen und deren Kampf hinter den Frontlinien.
Mehr sehenCombat Commander: Pacific ist ein eigenständiges Spiel aus der kartengesteuerten „Combat Commander“-Reihe. CC:P basiert zwar auf den Grundregeln von „Combat Commander: Europe“, enthält jedoch zahlreiche Regelanpassungen und Ergänzungen, um die taktische Kriegsführung, wie sie von den Beteiligten im Pazifik und im Indischen Ozean sowie in deren Umgebung erlebt wurde, genauer darzustellen.
Mehr sehenCombat Commander: Europe ist ein kartengesteuertes Brettspiel, das sich mit taktischen Infanteriekämpfen auf dem europäischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs befasst.
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Combat Commander: Europe ist ein kartengesteuertes Brettspiel, das sich mit taktischen Infanteriekämpfen auf dem europäischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs befasst.
Mehr sehenSCORE OUT OF 10
10
VERDICT & FINAL NOTE
Combat Commander: Mediterranean ist weit mehr als eine klassische Erweiterung. Die neuen Nationen verändern das Spielgefühl deutlich und eröffnen zahlreiche taktische Möglichkeiten. Besonders gelungen ist die historische Umsetzung der unterschiedlichen Armeen durch die individuellen Fate-Decks.
Wer bereits Combat Commander: Europe liebt, erhält hier eine enorme Menge an neuem Material, abwechslungsreichen Szenarien und langfristiger Wiederspielbarkeit. Für Einsteiger eignet sich dagegen weiterhin das Grundspiel als erster Einstiegspunkt.
Abschließende Bemerkung
Mediterranean gehört zu den Erweiterungen, die nicht einfach nur „mehr vom Gleichen“ liefern. Jede Nation fühlt sich tatsächlich anders an. Die Briten schießen wie auf dem Schießstand, die Franzosen überraschen mit cleveren Spezialfähigkeiten und die Italiener erinnern einen regelmäßig daran, dass Moral manchmal wichtiger ist als Feuerkraft.
Besonders gelungen ist die Vielfalt der Szenarien. Während Combat Commander: Europe hauptsächlich die bekannten Ost- und Westfront-Gefechte behandelt, bringt Mediterranean frische Schauplätze und neue taktische Herausforderungen auf den Tisch.
Wer bereits einige Dutzend Partien Combat Commander hinter sich hat, wird hier genau das finden, was eine gute Erweiterung ausmacht: mehr Tiefe, mehr Abwechslung und noch mehr Geschichten, über die man sich nach der Partie stundenlang austauschen kann.
PROS
- Drei neue, spielerisch unterschiedliche Nationen
- Individuelle Fate-Decks mit historischem Flair
- Zwölf zusätzliche Szenarien
- Erweiterter Zufallsszenario-Generator
- Hohe Wiederspielbarkeit
- Nahtlose Integration in das Grundspiel
- Mehr strategische Vielfalt
CONS
- Nicht eigenständig spielbar
- Setzt gute Kenntnisse des Grundspiels voraus
- Erhöht den Verwaltungsaufwand leicht
- Zusätzliche Regeln für neue Nationen müssen gelernt werden
- Für Gelegenheitsspieler möglicherweise zu umfangreich








