Dinant ’40

Dinant ’40

Am 12. Mai, zwei Tage nach Beginn der Operation „Fall Gelb“, erreichen die Panzerkorps von Guderian, Reinhardt und Hoth die Maas. Das nördlichste der Panzerkorps (das von Hoth) besteht aus der 5. Panzerdivision und Rommels 7. Panzerdivision. Sie haben die Maas in der Nähe der Stadt Dinant erreicht. Die Franzosen werden von dem raschen Vormarsch der deutschen Armee durch die Ardennen überrascht, und der Fluss ist nur schwach verteidigt.

Die Situation ist gegeben. Kannst du als deutscher Spieler die Maas überqueren und den Vormarsch durch Frankreich beginnen? Oder als alliierter Spieler die feindliche Übermacht aufhalten?

Dinant ’40 ist ein Simulationsspiel, das die ersten vier Tage dieser entscheidenden Schlacht abdeckt. Rommels Überquerung bei Houx und sein anschließender Vorstoß durch Frankreich waren von unschätzbarem Wert für Guderians Durchbruch bei Sedan weiter südlich und den Zusammenbruch der französischen Armee.

Dinant ’40 Karte (Playtest-Grafik, nicht endgültig)

Dinant ’40 verwendet dasselbe Spielsystem wie Mark Simonitchs Ardennes ’44, einschließlich der Verwendung von Verkehrsmarkern und DCBs für Geländeeffekte. Die meisten Einheiten sind Bataillone, ergänzt durch einige Regimenter und Kompanien. Jeder Zug entspricht etwa 6 Stunden, mit 4 Zügen pro Tag (Morgendämmerung, Vormittag, Nachmittag und Nacht).

Zu den Sonderregeln gehören: Nachtrunden, Rommel, Brückenbaueinheiten, Hügelkuppen und Panzerwerte.

Die deutschen 5. und 7. Panzerdivisionen drängen in erbitterten Kämpfen in der Nähe des Dorfes Haut-le-Wastia vor. Die Franzosen versuchen, eine Verteidigungslinie wiederherzustellen, während sie auf Verstärkung warten und darauf, dass ihre Artillerie in Schussposition kommt. Rommel, der deutsche Befehlshaber der 7. Panzerdivision, ist bestrebt, die vor ihm liegenden Höhen zu erobern, bevor die Franzosen in der Lage sind, einen Gegenangriff zu koordinieren. Zwei Pontonbrücken sind bereits über die Maas errichtet worden, während eine dritte Brücke am östlichen Ufer bei Leffe, gegenüber dem Dorf Bouvignes, gebaut wird. Dies wird es den Deutschen ermöglichen, weitere Einheiten über die Maas zu verlegen, um einen möglichen Durchbruch zu erzielen und ihren Vormarsch in Richtung der westlich gelegenen Ziele fortzusetzen.

Übersicht

Thema: Zweiter Weltkrieg, Belgienfeldzug 1940
Spieler: 1 bis 2 Spieler.
Spielzeit: 2-5 Stunden

Bestandteile:

  • Karte: Eine detaillierte Karte, die verschiedene Geländetypen und strategische Punkte zeigt.
  • Spielsteine: Zahlreiche Spielsteine repräsentieren die alliierte und deutsche Truppen darstellen, einschließlich Infanterie, Panzer und Artillerie.
  • Diagramme und Tabellen: Verschiedene Spielhilfen, Diagramme und Tabellen zur Unterstützung der Spielmechaniken wie Kampfauflösung, Bewegung und Versorgung.
  • Regelheft: Umfassende Regeln, die alle Aspekte des Spiels abdecken, einschließlich Kampf, Bewegung, Versorgung, Verstärkungen und speziellen Regeln für historische Ereignisse.

Spielmechanik

Züge: Die Spieler bewegen abwechselnd ihre Einheiten und nehmen an Kämpfen teil.
Bewegung: Die Einheiten haben eine Bewegungserlaubnis, die bestimmt, wie weit sie sich auf der Karte bewegen können.
Kampf: Der Kampf wird in der Regel durch eine Kombination aus Einheitenstärke, Würfelwürfen und Kampfergebnistabellen entschieden.
Nachschub und Logistik: Viele Wargames enthalten Regeln für die Aufrechterhaltung von Nachschublinien und Logistik, was die strategische Tiefe erhöht.
Siegesbedingungen: Sie werden durch die Kontrolle wichtiger geografischer Orte, die Zerstörung gegnerischer Einheiten oder das Erreichen bestimmter Ziele bestimmt.

Im Kern dreht sich Dinant ’40 um Bewegung, Feuergefechte, Kontrolle wichtiger Positionen und das richtige Timing militärischer Operationen.

Eine Runde besteht grob aus mehreren Phasen:

  • Initiative und Aktivierung
  • Bewegung der Einheiten
  • Kampfhandlungen
  • Versorgung und Statusprüfungen
  • Eventuelle Verstärkungen

Besonders spannend ist die Bedeutung des Geländes. Die Maas ist hier nicht einfach nur ein hübscher blauer Strich auf der Karte, sondern ein echtes Problem. Übergänge müssen vorbereitet, Angriffe koordiniert und Verteidigungslinien clever aufgebaut werden.

Das Kampfsystem erzeugt eine angenehme Spannung. Selbst scheinbar sichere Angriffe können plötzlich schiefgehen. Genau das sorgt für diese typischen Wargame-Momente, in denen man minutenlang auf einen Würfelwurf starrt, als hinge die gesamte europäische Geschichte davon ab. Was in diesem Fall… irgendwie sogar stimmt.

Taktisch interessant sind außerdem:

  • Unterschiedliche Einheitenqualitäten
  • Historische Einschränkungen
  • Kommandostrukturen
  • Artillerieeinsatz
  • Timing von Reserven und Verstärkungen

Dadurch entsteht ein sehr dynamisches Spielgefühl. Fehler werden bestraft, gute Planung hingegen belohnt. Und manchmal bestraft das Spiel trotzdem gute Planung – einfach, weil Krieg selten fair ist.

Spielinhalt

  • Eine Karte im Format 22„ x 34“
  • Zwei Spielsteinbögen
  • Eine Spielanleitung
  • Zwei Karten für Aufstellung und Verstärkung
  • Zwei (identische) Spielerhilfskarten
  • Zwei sechsseitige Würfel

19xx Universum

SCORE OUT OF 10

VERDICT & FINAL NOTE


Fazit
Dinant ’40 richtet sich klar an Spieler, die historische Wargames mit operativer Tiefe suchen. Wer schnelle Feierabendspiele erwartet, wird hier vermutlich schon beim Regelstudium kapitulieren. Wer jedoch Freude an historischen Szenarien, strategischer Planung und anspruchsvollen Entscheidungen hat, findet hier ein starkes Gesamtpaket.

Besonders gelungen sind:

Die dichte historische Atmosphäre
Die taktische Tiefe
Das spannende Gelände- und Flusssystem

Die glaubwürdige Darstellung militärischer Abläufe
Gleichzeitig verlangt das Spiel Geduld und Konzentration. Regeln wollen gelernt und Szenarien verstanden werden. Das ist kein Spiel, das man „mal eben“ zwischen Pizza und Serienabend aufbaut.
Aber genau das macht den Reiz aus: Dinant ’40 fühlt sich wie eine militärhistorische Simulation an, ohne komplett unzugänglich zu werden.

Abschließende Bemerkung
Ich bin ein großer Fan von dieser Serie, diese deckt die meisten „bekannten“ Schlachten bzw. Militärischen Operationen.
Salerno ist das beste Einsteiger Spiel in die 194X Serie.

PROS


  • Hohe historische Genauigkeit und detailgetreue Nachbildung der Schlacht um Salerno.
  • Mittelgroße Komplexität macht es zugänglicher für Spieler, die neu in das Genre der strategischen Kriegsspiele einsteigen.
  • Relativ kurze Spielzeit ermöglicht flexiblere Spielsessions.

CONS


  • Trotz der geringeren Komplexität kann das Spiel für absolute Anfänger immer noch herausfordernd sein.
  • Platzbedarf für die Karte und die Spielsteine kann ebenfalls ein Faktor sein, besonders bei begrenztem Spielraum.

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