Übersicht
Combat Commander: Battle Pack #4 – New Guinea ist eine Erweiterung für Combat Commander: Pacific von GMT Games und verlagert die Serie vollständig in die extremen Bedingungen des New-Guinea-Feldzugs im Zweiten Weltkrieg.
Im Gegensatz zu den europäischen Battle Packs steht hier kein klassisches Schlachtfeld im Mittelpunkt, sondern ein Mix aus Küstenlandungen, Dschungelkämpfen, Hochlandstellungen und extrem unübersichtlichem Gelände. Das Ergebnis ist eines der thematisch dichtesten Szenario-Pakete der gesamten Reihe.
Wie üblich handelt es sich um kein eigenständiges Spiel, sondern um eine reine Szenario- und Karten-Erweiterung für erfahrene Spieler.
Thema und Setting

Spielmechaniken im Überblick
Der grundlegende Ablauf bleibt typisch Combat Commander: Pacific:
- Karten bestimmen Aktionen statt fester Züge
- Feuergefechte entstehen dynamisch
- Ereignisse verändern den Verlauf jeder Partie
- Moral und Truppenkoordination sind entscheidend
Neu-Guinea-spezifische Besonderheiten
Dieses Battle Pack lebt vor allem von seinen Sonderregeln und Geländeeffekten:
1. Dschungel & Hochland
- stark eingeschränkte Sichtlinien
- extreme Bewegungseinschränkungen
- Gelände ist oft gefährlicher als der Gegner
2. Spezialmechaniken
- Air Supply für abgelegene Einheiten
- Barge Landings an Küstenabschnitten
- Swamp Holes & Swamp Forest für chaotische Bewegungen
- Patrol Dogs als besondere Einsatzkomponente
- Emplaced Weapons und Unterstützungsstellungen
3. Historische Szenarien
- Kämpfe an der Kokoda-Route
- Milne Bay Operationen
- Driniumor River Gefechte
- Wau Airfield und Hochlandstellungen
Das Ergebnis ist ein stark variierendes Spielgefühl: mal hektische Landung, mal zähes Vorarbeiten durch unwegsames Gelände, mal fast unsichtbare Gegner, die plötzlich aus dem Dschungel auftauchen.rgt für sehr unterschiedliche Spielsituationen innerhalb eines einzigen Packs.

Inhalt
Die neuen Karten zeigen spezifische Orte in Neuguinea: den Brückenkopf am Fuße des Mt. Vulcan gegenüber von Rabaul, das Dorf Oivi, einen Hochgebirgskamm mit Blick auf den Eora Creek, einen Stützpunkt an der Straße von Soputa nach Sanananda, den Rand der Landebahn bei Wau sowie eine der Furtstellen des Driniumor-Flusses in der Nähe des Afua-Trails.
- M1 – „Rabaul Rousers“ spielt am Fuße des Mt. Vulcan an der Simpson Bay gegenüber der Stadt Rabaul und zeigt eine japanische Landungsbarge, die in der Nacht des 23. Januar 1942 gegen die australischen Verteidigungsstellungen anlegt;
- M2 – „The Gloomy Forest“, angesiedelt im Dorf Oivi, wo Australier und Papua der Maroubra Force der schnell vorrückenden Yokohama-Vorhut gegenüberstehen, 26. Juli 1942;
- M3 – „Rebuked at Rabi“, angesiedelt in Milne Bay, mit einem Angriff der SNLF auf australische Einheiten, 3. September 1942;
- M4 – „Templeton’s Crossing“, angesiedelt an einer heftig umkämpften Furt des Eora Creek hoch in den Stanleys, 17. Oktober 1942;
- M5 – „Blind Man’s Bluff“, angesiedelt entlang eines der hohen Bergrücken oberhalb des tückischen Eora Creek, mit sich vermischenden Kämpfern, 28. Oktober 1942;
- M6 – „Breakout“, angesiedelt in Gorari nach dem Fall von Kokoda an die Australier, mit einer verzweifelten Banzai-Aktion, 11. November 1942;
- M7 – „The Butcher’s Bill“, angesiedelt auf der Soputa-Sanananda-Straße, wo US-Streitkräfte in einem schrecklichen Sumpfwald in den Konflikt eintreten, 10. Dezember 1942;
- M8 – „Closing Outer Camp“, angesiedelt am Bahnhof von Buna, bei dem australische Einheiten mit M3-Panzern die Verteidiger ausschalten, 18. Dezember 1942;
- M9 – „Wau Me Worry“, angesiedelt auf dem Flugplatz von Wau (mit aktiven Landevorgängen während der Aktion), bei dem australische Verteidiger einem verzweifelten Angriff ausgesetzt sind, 31. Januar 1943;
- M10 – „Bulolo-Flussbrücke“, angesiedelt außerhalb des Außenpostens bei Wau, bei dem Patrouillen beider Seiten (einschließlich japanischer Patrouillenhunde) versuchen, dieselbe Brücke für gegensätzliche Zwecke zu nutzen, 30. Januar 1943;
- M11 – „Shattered Bobdubi“, angesiedelt während des Vormarsches auf Salamua, bei dem australische Einheiten auf ein japanisches Basislager vorrückten, das in den mit Kunai bewachsenen Höhen im Landesinneren lag, 30. Juni 1943;
- M12 – „Scarlet Beach“, angesiedelt an der Mündung des Song-Flusses bei Finschhafen, bei dem ein japanisches Landungsboot nachts gegen vereinte australische und US-amerikanische Verteidiger anlegt, 17. Oktober 1943;
- M13 – „Bad Dreams“, angesiedelt am Driniumor-Fluss, in dem der heldenhafte Widerstand eines unbekannten US-BAR-Bedieners gegen einen hastig vorbereiteten japanischen Nachtangriff im Mittelpunkt steht, 10. Juli 1944; und
- M14 – „Einkreisung der Truppe C“, angesiedelt am Driniumor River, zeigt eine Truppe der US-Kavallerie, die versucht, die Einkreisung durch japanische Einheiten abzuwehren, die sie überrascht hatten, indem sie ungezwungen in ihre Stellungen marschierten, 21. Juli 1944.
HINWEIS: CC: New Guinea ist kein eigenständiges Spiel und setzt den Besitz sowohl von Combat Commander: Pacific: voraus, um gespielt werden zu können.
Hauptspiel
Erweiterungen
Combat Commander: Battle Pack #4 – New Guinea ist eine Erweiterung für Combat Commander: Pacific von GMT Games und verlagert die Serie vollständig in die extremen Bedingungen des New-Guinea-Feldzugs im Zweiten Weltkrieg.
Mehr sehenSCORE OUT OF 10
–
VERDICT & FINAL NOTE
Fazit
Battle Pack #4 – New Guinea ist eines der atmosphärisch stärksten Szenario-Pakete der gesamten Combat-Commander-Reihe. Es überträgt das System konsequent in die extreme Geografie des Pazifikkrieges und zwingt die Spieler, sich auf unberechenbares Gelände und asymmetrische Gefechte einzulassen.
Wer klassische Frontschlachten erwartet, wird hier schnell an die Grenzen seiner Geduld gebracht – im besten wie im brutal ehrlichen Sinne.
Abschließende Bemerkung
New Guinea ist so ein Battle Pack, bei dem man nach der ersten Partie kurz überprüft, ob die eigenen Einheiten noch alle da sind oder irgendwo im Dschungel philosophieren gegangen sind.
Die Szenarien erzeugen genau dieses Gefühl von Orientierungslosigkeit, das man aus Berichten des Pazifikkrieges kennt: wenig Sicht, viel Gelände, und ständig das Gefühl, dass der Gegner gerade genau da ist, wo man ihn nicht haben möchte.
Besonders stark ist die Kombination aus historischen Details und spielerischer Konsequenz. Air Supply, Sümpfe und improvisierte Infrastruktur sind nicht nur Kulisse, sondern beeinflussen jede Entscheidung spürbar.
Kurz gesagt: kein leichtes Paket, aber ein sehr konsequentes.
PROS
- Extrem atmosphärischer Pazifik-Dschungelkrieg
- Sehr abwechslungsreiche historische Szenarien
- Neue Gelände- und Spezialregeln erhöhen die Tiefe
- Hohe taktische Vielfalt trotz gleicher Grundmechanik
- Perfekt für erfahrene Combat-Commander-Spieler
CONS
- Kein eigenständiges Spiel
- Sehr hohe Komplexität im Zusammenspiel der Regeln
- Teilweise unübersichtliche Gefechte durch Geländeeffekte
- Wenig geeignet für Einsteiger
- Kann spielerisch sehr langsam und zäh wirken
